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Besprechungsprotokoll schreiben: Aufbau und Vorlage

· 6 Min. Lesezeit

Die meisten Besprechungsprotokolle scheitern nicht an der Form, sondern daran, dass sie niemand weiterverwendet. Sie werden geschrieben, verschickt und nicht wieder geöffnet. Ein Protokoll, das wirkt, unterscheidet sich in drei Punkten, und keiner davon hat mit Vollständigkeit zu tun.

Der Kopf

An den Anfang gehört, was später zur Einordnung gebraucht wird. Anlass und Titel der Besprechung, Datum, Beginn und Ende, Ort oder Konferenzsystem, Teilnehmende mit Funktion, entschuldigt Fehlende, Protokollführung und Verteiler. Das klingt bürokratisch und beantwortet später die häufigste Rückfrage überhaupt, nämlich wer eigentlich dabei war.

Der Hauptteil, je Tagesordnungspunkt

Nicht chronologisch nach Gesprächsverlauf, sondern gegliedert nach Punkten. Je Punkt vier Zeilen.

Fehlt die vierte Zeile, ist das Protokoll ein Bericht. Mit ihr wird es zum Arbeitsdokument. Wenn zu einem Punkt keine Aufgabe entsteht, gehört auch das hin, etwa als Feststellung, dass zunächst nichts weiter geschieht.

Die Aufgabenliste am Ende

Alle Aufgaben noch einmal gesammelt, mit Name, Frist und Bezug zum Tagesordnungspunkt. Diese Liste ist der Teil, den Leute tatsächlich lesen, und der Grund, warum das Protokoll innerhalb von 24 Stunden herausgehen sollte. Nach einer Woche ist die Verbindlichkeit verflogen.

Sechs Fehler, die Protokolle wirkungslos machen

Verbindlich wird es durch Genehmigung

Ein Protokoll entfaltet seine Wirkung, wenn klar ist, ab wann es gilt. Üblich sind zwei Wege. Entweder gilt es als genehmigt, wenn innerhalb einer gesetzten Frist kein Widerspruch eingeht, oder es wird zu Beginn der nächsten Sitzung ausdrücklich genehmigt. Beides gehört einmal festgelegt und dann in jedes Protokoll geschrieben. In Gremien ist der Weg oft vorgegeben, beim Betriebsrat etwa sind Einwendungen unverzüglich schriftlich zu erheben und werden der Niederschrift beigefügt.

Welche Form für welche Sitzung

Der obige Aufbau ist ein Ergebnisprotokoll und passt für die große Mehrheit der Besprechungen. Wo mehr oder weniger nötig ist, steht im Beitrag zu den drei Protokollarten. Für Gremien gelten eigene Anforderungen, nachzulesen beim Aufsichtsrat, beim Betriebsrat, in der GmbH und im Verein.

Den langweiligen Teil abgeben

Die Struktur ist schnell erklärt, das Tippen dauert. MeetingIQ erzeugt aus der Besprechung einen Entwurf entlang genau dieser Gliederung, mit Entscheidungen und Aufgaben samt Zuständigkeit und Frist als eigenem Block. Geprüft und freigegeben wird von Menschen. Verarbeitet wird ausschließlich in der EU, das Original-Audio wird standardmäßig nach 24 Stunden gelöscht.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

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